Innovative Stadtklima-Analyse
Herausforderungen und Anpassung mit dem Klima-Scanner
Klimawandel und Städte
Warum klimagerechte Planung immer wichtiger wird
Während das Klima auf dem Land vor allem von der Natur bestimmt wird, sieht das in Städten ganz anders aus: Hier prägt die Bebauung das sogenannte Stadtklima. Gebäude und versiegelte Flächen beeinflussen den Wärmehaushalt, den Wasserhaushalt und die Windverhältnisse. Besonders auffällig ist der sogenannte „Wärmeinsel-Effekt“: Städte speichern tagsüber Wärme und geben sie nachts wieder ab. Dadurch kann es in Innenstädten im Jahresdurchschnitt ein bis zwei Grad Celsius wärmer sein als außerhalb – an windstillen, klaren Sommernächten sogar bis zu zehn Grad.
Je dichter eine Stadt bebaut ist, desto mehr verändert sich auch die Luftzirkulation. Die raue Oberfläche der Gebäude bremst den Wind, während versiegelte Böden weniger Wasser speichern und verdunsten lassen. Beides sorgt dafür, dass Städte nachts langsamer abkühlen – der Wärmeinsel-Effekt wird verstärkt.
Diese hohen Temperaturen können die Gesundheit belasten, auch die Schlafqualität leidet bei heißen Nächten. Für die Bewertung des Stadtklimas sind deshalb zwei Faktoren entscheidend: Wie oft es tagsüber extrem heiß wird und wie viele „Tropennächte“ es gibt, in denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad fallen.
Durch den Klimawandel werden diese heißen Tage und Nächte in Zukunft zunehmen. Umso wichtiger ist es, Städte klimagerecht zu planen – von der Bebauung bis hin zur Haustechnik.
Stadtklima verstehen & gestalten
Ein Blick auf Mikroklima und Wohnqualität
Seit Oktober 2023 gibt es für Heidelberg eine hochdetaillierte Analyse des Stadtklimas. Entwickelt von der GEO-NET Umweltconsulting GmbH, deckt diese Analyse das gesamte Stadtgebiet mit einer Auflösung von 5 x 5 Metern ab. Das bedeutet: Es ist möglich, die klimatischen Bedingungen bis hinunter auf Baublock-Ebene zu untersuchen.
Dank der hohen Auflösung lassen sich sogar Details wie der Schattenwurf einzelner Bäume oder die Beschaffenheit von Oberflächen erfassen. Das Mikroklima wird anhand von Variablen wie diesen beschrieben:
- Lufttemperatur 2 Meter über dem Boden
- PET (Physiologisch Äquivalente Temperatur), die zeigt, wie stark die Wärme den Körper belastet
- Windgeschwindigkeit und -richtung 2 Meter über dem Boden
- Kaltluftproduktion und Kaltluftvolumenstrom, die beschreiben, wie frische Luft in Siedlungen gelangt
Die Ergebnisse liefern nicht nur ein genaues Bild vom aktuellen Mikroklima in einzelnen Stadtvierteln, sondern auch Prognosen, wie sich die Wohnqualität und das Klima für die Menschen vor Ort entwickeln könnten.
Der Klima-Scanner
Mit dem Klima-Scanner das Stadtklima verbessern
Der Klima-Scanner kann vielseitig eingesetzt werden, etwa um:
- zu prüfen, wie Bauprojekte das Klima beeinflussen – in der Umgebung und darüber hinaus
- Klimaanpassungsmaßnahmen wie Begrünungen zu bewerten
- Entscheidungen bei städtebaulichen Planungen zu unterstützen
Mit dieser innovativen Technologie ist Heidelberg bestens gerüstet, um sich den Herausforderungen des Klimawandels zu stellen und das Stadtklima nachhaltig zu verbessern.
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